SOMMERURLAUB  1984
4. August bis 24. August

Anreise

Sollenau Schachendorf/Bucsu (Grenze österreich/Ungarn) - Szombathely - Zalaegerszeg - Nagykanizsa - Kaposvar - Pecs (Abendessen) - Harkany (Nächtigung auf dem Camping- Platz) - Dravaszabolcs/Donji Miholjac (Grenze Ungarn/Jugoslawien) - Osijek - Vukovar - Sid - Beograd - Nis (Nachtigung) - Skopje (Nächtigung und Autoreparatur) - Titov Veles - Gevgelija/Evzoni (Grenze Jugoslawien/Griechenland) -

84/I/1       Thessaloniki:

Die Hauptstadt Makedoniens ist nach Athen die zweitgrößte Stadt und nach Piraus der zweitwichtigste Hafen Griechenlands. Am Ende des Golfs von Saloniki und an den Abhängen der Chortiatis-Berge gelegen ist Thessaloniki ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.
Die Stadt wurde 315 v Chr vom makedonischen König Kassandros gegründet, der es nach seiner Frau Thessalonike, einer Schwester Alexanders des Großen, benannte. 146 v Chr wurde sie von den Römern erobert. Die Via Egnatia war Hauptverkehrsweg von der Adria über den Balkan nach Byzanz. 904 n Chr wurde die Stadt von den Sarazenen nach dreitägiger Belagerung eingenommen und 22.000 Griechen mußten in die Sklaverei. 1185 eroberten und verwüsteten die Normannen die Stadt. Erstmals kamen die Türken 1391. 1394 kam Thessaloniki aber wieder zurück zum byzantinischen Reich. Erst 1430 wurde die Stadt endgültig türkisch. Die stark dezimierte Bevölkerung erhielt erst wieder durch die Zuwanderung von etwa 20.000 Juden Zuwachs. An den griechischen Unabhängigkeitsbestrebungen- nahm Thessaloniki von Anfang an teil. 1912 gelang die Befreiung von der türkischen Herrschaft. 1941 - 1944 wurde die Stadt von den Deutschen besetzt und ein großer Teil der Jüdischen Bevölkerung wurde umgebracht.

84/1/2      Triumphbogen des Galerius

Er wurde 303 n Chr über der römischen Via Egnatis vom römischen Kaiser Galerius zur Erinnerung an seine Siege über die Perser errichtet.

84/1/3      Die Marmorreliefs stellen Szenen aus dem Perserfeldzug (297 dar.

84/1/4      Der weiße Turm

84/1/5 Das Wahrzeichen der Stadt wurde im 15. Jh von den Venezianern als Eckturm der Festungsanlage am Meer erbaut und ist 30 m hoch und misst 10 m im Durchmesser. Die Türken verwendeten ihn als Gefängnis und die Bevölkerung nannt ihn den "Blutturm".

84/1/6      Agia Sofia
Die Kirche entstand im frühen 8. Jh. 1585 verwandelten sie die Türken in eine Moschee. Ende des 19. Jh wurde sie durch einen Brand beschädigt und 1910 restauriert.

84/1/7      Agios Dimitrios
Im 4. Jh entstand hier eine erste christliche Gedenkstätte sie wurde Ende des 5. Jh durch eine große fünfschiffige Basilika Überbaut. Im 7. Jh war durch Brand ein Neubau notwendig, wobei der Grundriß beibehalten wurde. Den Türken diente die Kirche von 1492 bis 1912 als Moschee.
1917 fiel sie einer großen Feuersbrunst zum Opfer.
1926-48 wurde sie unter Verwendung aller erhaltenen Bauteile rekonstruiert, wobei allerdings nicht zwischen den Formen des 5. und 7. Jh unterschieden wurde.

Chalkidiki Die sogenannte Fingerinsel;
von Thessaloniki sind wir entlang der Küste gefahren und haben den ersten Finger Kassandra abends erreicht

In Nea Potidea haben wir übernachtet.

Am nächsten Tag unternahmen wir eine kleine Inselrundfahrt. Unser Weg führte uns über Nea Fokea, Afitos, Kalithea, Kriopigi, Polihrono, Haniotis, Pefkohori, Hroussou, Paliouri, Loutra, Agios Nikolaos, Neo Skioni, Kalandra, Kassandra und Akti Sani (ein Hotel-Ferienzentrum - einsam und 10 km vom nächsten Ort entfernt) wieder zurück nach Nea Potidea.

Auf Kassandra haben wir auch das erste Mal gebadet.

84/1/8 Unser Auto im Dschungel

84/I/9

84/1/10 Bauweise Wahrscheinlich wegen der Erdbebengefahr wird hier so gebaut. Zuerst ein Stahlbetongerüst

84/1/11 dann werden die Zwischenwände mit Ziegeln ausgefüllt.

84/1/12    Ein Olivenbaumhain

84/1/13    Ein Olivenbaumzweig

84/1/14    Noch nicht reife Oliven

84/1/15    So weit man sieht nur Olivenbäume

84/1/16    Ein besonders schön gewachsener Olivenbaum

84/II/1      Eine schöne Bucht

84/II/2      Eine Oleanderhecke

84/II/3      Eine Strauchblüte

84/II/4      Ein alter erhaltener Leuchtturm, der nicht mehr in Betrieb ist.

84/II/5 Die schöne griechische Landschaft

84/II/6

84/II/7     An einem dieser Obststandeln haben wir erstmals Bekanntschaft mit den großen griechischen Pfirsichen gemacht. Vier Pfirsiche waren 1,5 kg schwer.

84/II/8 Eines der vielen Maultiere - eine Kreuzung einer Pferdestute mit einem Eselhengst.

Weiter führte uns der Weg über Gerakini auf den zweiten Finger der Chalkidiki Sithonia. Den dritten Athos haben wir nicht besucht. Dieser ist der heilige Bezirk Griechenlands. Rund 20 Klöster findet man rund

um den Berg Athos.

Strenge Gesetze gelten dort. Unter anderem ist Frauen der Zutritt zur Mönchsrepublik untersagt. Selbst Männer müssen um eine Einreisegenehmigung ansuchen. Sithonia ist die landschaftlich schönere und romantischere der beiden Halbinseln, die wir besucht haben. Wahrscheinlich entsteht dieser Eindruck dadurch, weil Sithonia gebirgiger als Kassandra ist. Nach längerer Fahrt ohne auch nur ein Haus haben wir dann endlich ein Dorf gefunden.

84/II/9 Neos Marmaras

84/II/10 Die ersten Faulenzer-Tage am Meer weitweg vom Alltag haben wir uns hier von der weiten Fahrt erholt. Ganz nahe beim Meer haben wir unser Auto im Schatten abgestellt.

84/II/11 Ein romantisches Fischerdorf, das schon eifrig beim Touris- mus mitmischt und sich mehr und mehr auf den Fremdenverkehr einstellt.

84/II/12    Ein Bazar entlang der Hauptstraße

84/II/13    Eine schöne griechische Taverne. in der man Fisch speisen kann

64/II/14 Die Bucht von Neos Marmaras mit Blick dorthin, wo wir wild gecampt haben.

84/II/15    Ein Blick zurück auf den Ort, wo wir drei schöne Ferientage verbracht haben.

84/II/16 Unberührtes Gebiet im Süden von Sithonia

84/II/17

84/II/18 Sarti

84/II/19 Der Hauptplatz von Sarti mit vielen Tavernen

84/II/20 Auch an der Strandpromenade fällt einem die Wahl schwer, welcher von den vielen Tavernen man die griechische Küche testen soll

64/11/21 Ein Wassermelonenverkäufer

84/II/22    Ein schönes Beispiel für den oft miserablen Straßenzustand

84/II/23    Ein Ziegenhirte kreuzt mit seinder Herde unsere Straße

84/II/24    Die Ziegenherde

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84/II/28    Ein besonders schöner Ziegenbock

84/II/29 Das Rasieren in freier Natur ist nur halb so schlimm

Weiter führte uns der Weg zuerst zurück nach Gerakini und über Poligiros sind wir dann im Landesinneren der Halbinsel Chalkidiki wieder nach Thessaloniki gefahren. Dort machten wir noch ein kleinen Nachmittagsspaziergang mit einem kleinen Schaufensterbummel. Da wir uns aber den Samstagnachmittag ausgesucht haben, konnten wir nichts einkaufen. Unsere Reiseroute führte dann ein Stück entlang der Meeresküste bis nach Katerini. Dort haben wir dann die Hauptstraße verlassen und wählten eine kleinere teilweise nur geschotterte Landstraße, die uns

84/II/30 in schöner Landschaft über Agios Dimitros ins Olympgebirge führte.

84/II/31       Der Olymp ist mit 2918 m (der Gipfel Mitikas) der höchste Berg Griechenlands. In der Antike nahm die Bevölkerung Griechenlands an, daß er der Sitz der Götter war. Über Elasson und Deskati wollten wir zu den Meteora-Klöstern kommen. Aber nach Deskati haben wir uns verfahren und sind über eine kleine immer schmäler und steiler werdende Straße ins Gebirge vorgedrungen.

84/II/32 So sah der Weg aus

84/II/33 Auch dort war die Landschaft sehr reizvoll

84/II/34 Am höchsten Punkt der Paßstraße war dann das Gebirge schon sehr verkarstet. Am Abend sind wir dann nach den kleinen Gebirgsdörfern Fotino, Geraka- und Koniskos doch noch nach Kalambaka, dem Ausgangspunkt für die Besichtigung der Meteora-Klöster (die zwischen Himmel und Erde schwebenden Klöster), die zu den wichtigsten byzantinischen Sehenswürdigkeiten zählen, gekommen.
Dis steilen, bis etwa 300 m aus einer Ebene des Pinios aufragenden Sandsteinfelsen, auf denen sie erbaut wurden. verdanken ihre Entstehung den Ablagerungen eines riesigen Inlandsees, der sich hier im Tertiär ausbreitete. Nach der Hebung des Landes wuschen kleine Flüsse die Schluchten zwischen den jetzt isolierten Felsen aus.
Die ersten Klöster entstanden am Beginn des 14. Jh aus Einsiedeleien. als Zufluchts- und Andachtsstätten in einer Zeit, die durch Kämpfe zwischen dem serbischen Reich und dem byzantinischen Kaiserreich bestimmt wurde.
Von den ursprünglich 24 Klöstern sind nur noch vier von wenigen Mönchen bzw Nonnen bewohnt. Agios Stephanos ist ein Waisenhaus. Früher konnte man die Klöster zum Teil nur über Holzleiter erreichen. oder man wurde in Seilnetzen hochgezogen. Erst um die Jahrhundertwende wurden Stufen in den Felsen geschlagen, sodaß die Besichtigung jetzt um vieles leichter ist als noch vor 100 Jahren.

Als erstes dieser beeindruckenden Klöster haben wir 84/III/1 Asios Stephanos besichtigt. Es wurde 1192 erbaut und ist heute über eine 8 m lange Brücke, die den Klosterfelsen mit dem gegenüberliesenden Hügel von Koukoulas verbindet, erreichbar. Erstmals wurde es um 1200 von einem gewissen Jeremiah bewohnt.

84/III/2

84/III/3 Innenhof von Agios Stephanos

84/III/4        Agia Trias - das Kloster der Heiligen Dreieinigkeit wurde in 18 Jahren von 1458 - 1476 vom Mönch Dometios erbaut. Das Vestibul wurde jedoch erst 1689 angebaut und 1692 ausgeschmückt. Man brauchte 70 Jahre um das Material für den Klosterbau auf den Gipfel des Felsens zu schaffen.

84/III/5 Der beschwerliche Weg hinauf zum Kloster der Heiligen Dreieinigkeit.

84/III/6 Endlich geschafft, wir sind fast oben angelangt

84/III/7 Hier sieht man das Seilwindenhaus, von wo früher die Mönche in Seilnetzen hochgezogen wurden. ros

84/III/8 Auch der Weg wieder hinunter birgt so manche Schwierigkei- ten.

84/III/9 Weiter führte uns der Weg zu den Klöstery Varlaam (Alle Heiligen) , das wir links im Bild sehen. und zum großen Meteoron-Kloster (das Kloster der Umgestaltung), das wir rechts im Bild sehen.

84/III/10           Das große Meteoron-Kloster liegt auf dem größten Felsen der Gegend (613 m vom Meeresspiegel bzw 415 m über dem Flußbett des Peneus Flusses hoch, Fläche 50.000 m2). Bis zum Jahre 1923 konnte man nur mit den Strickleitern oder mit Hilfe des Netzes das Kloster erreichen.


64/III/11 Die herabhängenden Strickleitern werden heute nicht mehr benutzt und die Netze, welche über speziell konstruierte Winden eingeholt wurden. werden heute ausschließlich zur Beförderung von Waren benutzt.

84/III/12 Das Kloster Varlaam wurde 1358 vom Mönch Varlaam erbaut. Um 1518 wurde von den Brüdern Nektrarios und Theophanis auf den Ruinen der alten Gebäude mit dem Wiederaufbau Kirche der Drei Oberpriester begonnen. Der erste Asket bestieg den Felsen über eine Reihe von Holzgerüsten, deren Stützträger in den Felsspalten verkeilt waren. Später wurden Strickleitern und Netze zum Aufstie9 benutzt. Die Fahrt im Netz dauerte eine halbe Stunde lang. 1923 wurden dann die Stufen in den Fels gehauen. Heute werden die Netze zur Beförderung von Waren verwendet.

84/III/13   Nochmals ein letzter Blick auf das große Meteoron-Kloster.

84/III/14 Das Rousanou-kloster liest auf einem kleineren Felsen, dessen Plattform gerade groß genug ist. Bis 1897 konnte das Kloster nur über Strickleitern erreicht werden. Später wurden zwei hölzerne Brücken errichtet. die 1936 erneuert wurden. Leider konnten wir dieses Kloster innen nicht besichtigen.

84/III/15 Das Kloster Agios Nikolas Anapafsas wurde gegen Ende des 15. Jh auf den Ruinen eines älteren Klosters aus dem 13. oder 14. Jh. erbaut. Dieses Kloster wurde nicht wie die anderen in einer Ebene erbaut, sondern in verschiedenen Etagen.

84/III/16 Der Garten im Inneren des Klosters

84/III/17 Das Glockenspiel

84/III/18 Genaue skeptische Betrachtung der Netze

84/III/19 Noch ein Blick zurück auf das Seilwindenhaus

84/III/20 Der Wind weht schon fast so wie im Herbst

Von Kastraki führte uns der Weg dann über den Katara-Paß (1705 m) nach Ioannina.

84/III/21 Ein Blick auf die Gegend und Landschaft

84/III/22 84/III/23

84/III/24 Endlich sind wir nach fast 200 km Fahrt am Ionninon-See angekommen

84/III/25 Ioannina ist die Hauptstadt von Epirus

84/III/26 Eine kleine Uferpromenade ist nach der anstrengenden Fahrt sehr erholsam

84/III/27 Ein Ausflug führte uns auf die kleine Insel im See. In den schmalen Gässchen fühlt man sich gleich wohl.

84/III/28 Auf gepflasterten Wegen haben wir die Insel durchstreift

84/III/29 Für diese Fische gibt es als letzte Station bald nur noch die Pfanne

84/III/30 Das Ali Pascha-Museum ist in einem alten klosterähnlichen Gebäude untergebracht

84/III/31 Ein malerischer Ort auf der Insel

84/III/32 Noch eine kurze Rast bevor wir wieder nach Ioannina zurückkehrten.

84/III/33 Ein letzter Blick auf die Insel

Gegrillter Mais - eine Spezialität Griechenlands

Esel mit Sonnenschutz

Reste der Festung von Ioannina - links eine Phisteria

In dieser Phisteria haben auch viele Einheimische gegessen