Gmunden 2025
3.3.2025
3.3.2025
Wanderung zum Laudachsee. Start beim Parkplatz Grünbergbauer.

Der Riese Erla und die Nixe Blondchen

(aus der Sage vom Seeschloss Ort)

Das HOLZ:

Der Gmundner Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) war von ca. 1870 bis 2012 ein Wahrzeichen der Stadt (ND-Nr. 133). Er stand in all seiner Pracht und Mächtigkeit am Franz-Josef-Park bei der Esplanade wie ein Wächter an der Einfahrt in die Altstadt. Seine Maße: Höhe ca. 18 m / Durchmesser Baumkrone ca. 10m /Umfang des Stammes ungefähr 4,6 m. Durch Blitzschläge im Jahr 2010 und 2012 wurde er fast gespalten und musste aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Das MOTIV:

Der Riese Erla und die Nixe Blondchen sind die Protagonisten der Legende rund um die Entstehung des Seeschlosses Ort und die Gebirgsbildung (Orogenese) des Erlakogels (1.575 m), auch "Schlafenden Griechin" genannt.' ...eine zauberhafte romantische Liebesgeschichte mit den Fabelwesen der Region. Die Legende besagt In der Nähe des Traunsees lebte einst der gutmütige, menschen- und zwergenfreundliche Riese Erla. Er war Herr über Elfen, Trolle und Zwerge im Satzkammergut. Bei einer seiner nächtlichen Wanderungen über die Berge erblickte er im Traunsee eine zauberhaft schöne Nixe, die er wegen ihres auffällig strahlenden Haares „Blondchen" nannte. Sie verliebten sich ineinander und Riese Erla versprach seiner geliebten Nixe, ein Schloss im Traunsee zu errichten in dem sie miteinander glücklich leben würden. Mit Hilfe des Zwergenkönigs Rötel und seinen fleißigen Zwergen errichtete er in Rekordzeit das außergewöhnliche Schloss im See. Dafür schaffte er Materialien aus verschiedenen Regionen (u. a. Traunsee-Marmor und Felsbrocken vom Dachstein) herbei. Doch nach Fertigstellung musste er feststeilen, dass er aufgrund seiner Größe dieses Schloss nicht betreten konnte. In seiner Not wanderte er zu der Hexe Kranawitha (Namensgeberin für den Kranabethsattel im Höllengebirge) und bat sie um Hilfe. Sie verwandelte den Riesen in einen stattlichen Ritter und so konnte Hochzeit gefeiert werden. Das Paar lebte glücklich im Seeschloss Ort - doch traurigerweise nicht lange, denn Nixenglück an der Erdoberfläche währt leider nur einen Sommer. Im Herbst schwanden die Kräfte der Nixe und mit dem ersten Schnee hauchte sie ihren letzten Atemzug im Arm ihres geliebten Ritters aus. Erla war verzweifelt. Die Hexe Kranawitha löste daraufhin den Zauber und der verwitwete Ritter wurde wieder zum Riesen Erla. In seiner Trauer meißelte er die Gesichtszüge seiner geliebten Nixe in den Felsen am Ostufer des Traunsees. Und so blieb die Liebe seines Lebens auch nach ihrem Tod für ihren Gemahl präsent. Noch heute können wir das Seeschloss Ort bewundern und die Gesichtszüge von der Nixe "Blondchen" im Erlakogel entdecken

Der KÜNSTLER:

Im Rahmen des Gmundner Schlösseradvents 2013 bis 2015 und auf Initiative der Organisatoren des Gmundner Schlösseradvunt-, die, einen Teil des Mammutbaum-Stammes retteten, hat der Holz- und Eisschnitzkünstler Rudolf Schinnerl ein gebürtiger Mühlviertler aus Tragwein, der heute in Vorchdof lebt, diese Skulptur mit der Motorsäge und verschiedenen Schnitzeisen geschnitzt. Anschließend wurde die Holzskulptur der Stadtgemeinde Gmunden übergeben und hier am Wanderweg zum Laudachsee, bei den Sieben Brünnlein, aufgestellt. Arbeiter der Stadtgemeinde zimmerten in ihrer Freizeit das Dach als Schutz vor Unwetter. Mehr zu Rudolf Schinnerl unter www.RS-Figurenkunst.at
Runde um den Laudachsee Baumwipfelweg und Aussicht von der Bergstation Grünberg.